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31.10.2014

Kommentar zur Woche

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Guten Tag, liebe Leser

Wenn Sie gerne Kreuzworträtsel lösen, kennen Sie auch die Lösung für „anderes Wort für Teufel“. Richtig: Beelezbub. Und diese beiden, Teufel und Beelezebub nämlich, entfachen derzeit einen Kampf. Nur heißen die beiden in der Realität „Hooligans“ und „Salafisten“. Die einen, dem asozialen Milieu zugehörende Schläger, die anderen verblendete selbsternannte Religionskrieger.

Hooligans galten als aussterbende Spezies. in der Fußballwelt. Sie wurde in der Vergangenheit immer weniger und unbedeutender. Doch sie waren nie weg. Jetzt geben sie sich politisch. Und das auch wegen der Untätigkeit der Politik. Nicht gegenüber den Hooligans und Rechtsradikalen - sondern wegen Untätigkeit gegenüber dem stärker werdenden radikalen Islamismus - in diesem Fall in Form der Salafisten.

In Köln kamen mehr als 4000 Hooligans zu einer Demonstration gegen den Salafismus zusammen. Es kam zu den bekannten Ausschreitungen mit der Polizei. Für den NRW-Innenminister waren die radikal auftretenden zahlreichen Hooligans anscheinend eine Überraschung. Aber (und das weiß auch der Minister): In NRW sind viele Hooliganszenen beheimatet. Zudem war Pro Köln als Mitorganisator involviert. Hier gibt es offensichtlich Schnittmengen mit der Hooliganszene. Dass viele  Hooligans nach Köln kommen würden, hat sich in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet. Neu ist an den Hooligans aber jetzt, dass die verfeindeten Lager jetzt einen gemeinsamen Feind entdeckt haben: die Salafisten. Denn normalerweise treffen die sich Hooligangruppen auf Plätzen und im Wald und prügeln sich, jetzt tun sie sich zusammen.

Gefährlich ist, dass eine große Dynamik in der derzeitigen Entwicklung steckt. Die starke Politisierung ist kein gutes Zeichen. Nicht jeder Hooligan ist ein Neonazi. Da sich Hooligans aber ständig in einer nach rechts offenen Szene bewegen, sind sie für Mobilisierung anfällig.

Beide, Hooligans und Salafisten, gehören bekämpft. Es reicht jetzt nicht, nach Verboten für diese Szene zu schreien. Die Ursache nämlich liegt anderswo.

Ihnen eine angenehme Woche
Ihr
Reinhold Haimüller

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