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24.01.2017

Kommentar zur Woche

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Guten Tag, liebe Leser

Falschmeldungen kennt jeder. Es gab da schon viele Schlagzeilen. Mal lebt Elvis, mal ist die Mondlandung frei erfunden. Ein anderes Mal ist ein bekannter Hollywood-Schauspieler gestorben, ein anderes Mal hat ein Politiker etwas bewegendes oder revolutionäres gesagt, was dann absolut nicht stimmt. Wir alle kennen diese Meldungen. Und diese Falschmeldungen - auch „Ente“ genannt -  sind so alt wie die Nachricht an sich.

Auch im Mittelalter, als Nachrichten anders transportiert wurden als im digitalen Zeitalter, gab es Falschmeldungen (übrigens im Mittelalter gab es sogar besonders viele Fake-News). Neu ist das Phänomen, das wir seit einiger Zeit in den Sozialen Medien erleben und nun diskutieren, also nicht.

Warum werden Fake-News verbreitet? Einmal klar, weil eine schon fast kriminelle Energie dahintersteckt, die so einen Erfolg für etwas erzielen will. Eine politische Verschwörung und/oder ein krimineller Akt.  Zum anderen ist es heute ein fast schon sportlich-digitaler Leistungsnachweis, indem sich jemand über die Verbreitung seiner Lüge freut.  

Nur wurde - und das liegt am Internet - eine Meldung noch nie so schnell verbreitet wie heute. Gefälschte Nachrichten: ihre Geschichten füllen Bibliotheksregale. Es sind Legenden über Geheimdiplomatie, Agenten, Könige. Es sind Geschichten über Einfalls- und Erfindungsreichtum. Vor der Lust am großen Schwindel war und  ist niemand sicher.  Weder Staaten noch Privatpersonen können sich dagegen zu schützen. Aber heute gibt zu zugleich gerade im Internet auch politische Zensur. Machthaber rühmen sich, zur Absicherung ihrer Herrschaft auch das Netz zu beherrschen.

Ob sich jetzt deutsche Politiker, die eine Bestrafung von Unternehmen planen, die Verbreitung von Fake-News zulassen, einen Gefallen tun, ist zweifelhaft. Gegen die Quellen der Fake-News wird man letztendlich nichts erreichen. Das aber ist eine der Tragödien der digitalen Welt, die in jeder Beziehung Segen und Fluch ist. Auch die Politik muss damit leben lernen.

Ihnen eine angenehme Woche

Ihr

Reinhold Haimüller

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30.12.2016, 11:12 | Andreas, Waldfeucht: Meine Meinung