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30.04.2016

Kommentar zur Woche

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Guten Tag, liebe Leser

Kaum sind die Abitur-Prüfungen geschrieben, geht sie wieder los: die Diskussion um G8. Laut aktuellen Umfragen sind über 80 Prozent der Lehrer und der Eltern in NRW gegen das Turbo-Abitur. Meinungen von Schülern liest man nicht. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann kündigte dennoch weitere Gespräche zum Thema an.

Ähnlich sieht es in anderen Bundesländern aus. Viele sind bereits zurückgerudert. Dabei kann das Modell funktionieren! In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird an den Gymnasien das Abitur in der Regel wie schon immer nach zwölf Schuljahren abgelegt. Auch im Ausland funktioniert das Ganze. Schule und Studium sind schneller abgehakt.    Ohne Diskussion wohlgemerkt!  

Sind die Rotoren der heutigen „Helikopter-Eltern“ vielleicht einfach so groß, dass sie das gute, alte „ohne Fleiß keinen Preis“ überschatten?

Sollten wir dem G8-Modell tatsächlich keine wirkliche Bewährungs-Chance lassen, stimme ich für ein neues Unterrichtsfach namens „Differenzierung“. Genau die fehlt  momentan.

In extremer Form beispielsweise bei der AfD. Die Vizevorsitzenden Beatrix von Storch und Alexander Gauland haben den Islam kurzum zu einer Ideologie erklärt, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Sie sprechen gar von einem „Fremdkörper“ in Deutschland. Eine reichlich radikale Aussage, die man nicht einfach stehen lassen kann!

Nicht wesentlich weniger heftig tönt es aus anderer Ecke. Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Islamfeindlichkeit der AfD mit dem Antisemitismus der Nationalsozialisten verglichen. Er fordert mehr Aufklärung über die Ziele der AfD.

Wünschenswert wäre in diesem Zuge sicherlich auch mehr Aufklärung über den Unterschied zwischen Islam und Islamismus. Und die deutlichere Differenzierung von letzterem.

Ihnen eine angenehme Woche

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